Speech2SignSpeech
Freitag, 14. September 2007 10:31
Ein neues System könnte in Zukunft den Beruf des Gebärdensprachdolmetschers überflüssig machen. (Naja, zumindest theoretisch. Wie heise.de bereichtet ist es IBM gelungen ein System zu entwickeln, welches gesprochene Sprache über ein Mikrofon aufnimmt und dann in Gebärdensprache umwandelt, die dann auf dem Bildschirm von einem virtuellen Avatar gebärdet wird.
Ein konkreter Anwendungsfall wäre das direkte Übersetzen von TV-Sendungen anstatt der bis jetzt üblichen Untertiteln für Hörgeschädigte. Fraglich ob sich das in der Praxis bewährt. Meine berufliche Erfahrung sagt mir, dass es aufgrund der Omnipräsenz von Hintergrundmusik in den meisten Reportagen und Spielfilmen schon schwer genug ist für einen schwerhörigen Menschen aus dem Durcheinander aus Sprache und Nebengeräuschen die wesentlichen Informationen herauszufiltern.
Trotzdem ein interessanter Schritt die Integration der Gehörlosen zu unterstützen. Ich könnte mir konkret die Anwendung bei Behörden und Ärtzen vorstellen. Bis jetzt war für solche Bereiche immer ein Gebärdensprachdolmetscher notwendig gewesen. Eine logische Weiterentwicklung wäre jetzt noch das Ganze “in die andere Richtung” zu ermöglichen, also Gebärdensprache in Sprechsprache umzuwandeln. Eine Demo des System findet sich bei youtube.
Thema: Hörgeräteakustik | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig






