Beiträge vom Oktober, 2007

T-Offline mal wieder…

Montag, 29. Oktober 2007 20:01

Bis jetzt habe ich soweit alles mehr oder weniger geduldet, was die Deutsche Telekom mir oder anderen Menschen angetan hat. Aber wenn die Nicht-Nutzbarkeit von T-DSL das Arbeiten einschränkt sehe ich rot.

Heute so geschehen bei meinem Arbeitgeber. Wir sind für den Zugriff auf die Kundendaten auf einen funktionierenen Internetzugang angewiesen. Durch einen Tarifwechsel (auf DSL 16.000) haben sich dann die DSL-Zugangsdaten geändert. Eine Sache die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Somit war dann gegen 12:00 Uhr der Internetzugang nicht mehr möglich. Da die Zugangsdaten bereits zugeschickt waren (soweit so gut…) habe ich dann versucht mit einer Kollegin per Telefon-Ferndwartung dem Router die neuen Zugangsdaten beizubringen. Leider ohne Erfolg. Erst nachdem unser EDV-Lieferant einen Blick auf die Hardware (Einen Netgear WGT-Router) geworfen hat war dann klar woran das ganze Dilemma lag: Der Router ist nicht ADSL2+-fähig. Also muss ein neuer Router her. Was ich später erst erfahren habe: Wenn ein Tarif oder Anschlusswechsel ansteht muss die Telekom an sich eine Checkliste durchgehen, wo unter anderem der Router abgefragt wird. Sollte dieser für den gewünschen Anschluss nicht geeignet sein, so wie in unserem Fall muss der Kunde darauf hingewiesen werden. Soviel zur Theorie

Ich kann einfach nicht nachvollziehen warum sich die Zugangsdaten überhaupt ändern, wenn man in einen anderen Tarif wechselt. Bei meinem privaten Anschluss bei Freenet hat sich seit Vertragsbeginn zwei mal die Geschwindigkeit und einmal die Tarif-Art gewechselt. Nie habe ich andere Zugangsdaten gebraucht. Einfach einmal den Router vom Netz nehmen und die Sache war geritzt. Was sich die Telekom dabei denkt kann man nur mutmaßen.

Thema: Diverses | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig

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Freitag, 26. Oktober 2007 14:37

Real-Markt – Wiesbaden

Thema: no_comment | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig

“Das System” wird Realität!

Freitag, 19. Oktober 2007 10:09

Falls jemand wie ich das Buch “Das System” von Karl Olsberg gelesen hat wird ihm die folgende Meldung, die ich bei “Wired” gefunden habe sicher bekannt vorkommen:

Eine halbautonomes Waffensystem (Eine 2 x 35 mm Anti-Luft-Kanone) hat bei einem Test in Südafrika neun Personen getötet und 14 teilweise schwer verletzt. Wie es zu dem Zwischenfall kam ist noch unklar. Das Waffensystem nutzt verschiende Sensoren um fliegende Ziele automatisch anzuvisieren und unter Beschuss zu nehmen. Das System geriet jedoch bei einem Test  jedoch außer Kontrolle und feuerte wild um sich schießend so lange unkontrolliert über das Testgelände bis die 2×250-Schuss Magazine an hochexplosiver Munition geleert waren.

Details nachzulesen bei Wired 

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig

Nachtrag zum RealSound von GN Resound

Freitag, 19. Oktober 2007 9:07

Auf dem diesjährigen Kongress für Hörgeräteakustik in Nürnberg wurden noch einige Neuerungen bezüglich der RealSound-Kopfhörer vorgestellt.

  • Neben der Variante, die ich meinem vorherigen Blogeintrag beschrieben habe gibt es jetzt für noch ansprochsvollere Nutzer ein 2-Wege-System namens “RealSound dynamics”. In diesem Hörer sind tatsächlich zwei Wandler eingebaut, die für unterschiedliche Frequenzbereiche zuständig sind. Die Verteilung erfolgt durch eine eingebaute Frequenzweiche (Aufbau wie eine klassische 2-Wege-Lautsprechebox) Durch diese Bauweise soll neben einem größeren Dynamikumfang ein noch klarer und verzerrungsarmer Klang möglich sein.
  • Beide Varianten gibt es jetzt neben der Standardfarbe weiß auch in schwarz. Auch bei den “dynamics” hat man die Wahl zwischen der Ausführung ohne und mit Cerumenschutzsystem.
  • Bei den Anschlusskabeln hat man jetzt die Wahl zwischen einem geraden und einem um 90° abgewinkeltem Klinkenstecker.

Auf der Internetseite von GN Resound gibt es momentan noch keine Informationen zu dem neuen 2-Wege-System. Ich denke, dass das daran liegt, dass es sich noch um eine Messeneuheit handelt.

Thema: Hörgeräteakustik | Kommentare (1) | Autor: Nicolas Dorwig

Brainfuck – Ein kurzer Blick auf eine esoterische Programmiersprache

Mittwoch, 17. Oktober 2007 12:05

Durch einen kurzen Artikel in der aktuellen c’t (Ausgabe 22/2007) bin ich über die esoterische Programmiersprache “Brainfuck” gestolpert. Esoterische Programmiersprachen haben häufig keinen sonderlich großen praktischen Nutzen, dienen entweder humoristischen Zielen oder verkörpern ganz eng abgegrenzte Philosophien der Informatik oder anderer Programmiersprachen. Einige davon verfolgen die Realisierung einer sog. “Turing-Maschine” also einem idealen Computer, der in der Lage ist sämtliche mathematischen Ein- und Ausgaben und Problemstellungen korrekt zu verarbeiten. Als Modell dafür dient ein endloses Magnetband, das beliebig vor und zurückgespult werden kann und beliebig beschrieben und gelesen werden kann. (Zum besseren Verständnis einer Turing-Maschine empfehle ich den Artikel bei Wikipedia.)

Um die Turing-Bedingungen zu erfüllen benötigt Brainfuck nur 8 Befehle:

< Den Speicherpointer um den Wert 1 dekrementieren (“Sprung” nach links )

> Den Speicherpointer um den Wert 1 inkrementieren (“Sprung” nach rechts)

+ Den Wert an der aktuellen Speicherstelle um 1 inkrementieren

- Den Wert an der aktuellen Speicherstelle um 1 dekrementieren

[ und ] Mit diesen Zeichen wird eine Schleife eingeleitet, die so lange ausgeführt wird, wie der Inhalt der aktuellen Speicherzelle ungleich 0 ist.

, liest ein Zeichen von STDIN und schreibt es an die aktuelle Speicherstelle

. Gibt das Zeichen an der aktuellen Speicherstelle aus.

[Da Brainfuck als Ein- und Ausgabe nur ASCII-Codes interpretieren kann muss im Fall des letzten Befehls "." an der entsprechenden Speicherstelle der ASCII-Code stehen, der das gewünschte Zeichen repräsentiert, bspw. "51" für die Zahl 3]

In der Referenzimplementierung sind tatsächlich nur diese 8 Befehle vorhanden. Das “Magnetband” auf dem man sich bewegt ist auch nur 30.000 8-Bit große Zeichen “lang”. Je nach verwendetem Interpreter (Ich verwende “beef” unter Linux) können auch noch Debugging-Befehle dazukommen. So unwahrscheinlich wie es auf den ersten Eindruck scheint kann man mit Brainfuck tatsächlich funktionierende Programme schreiben. (Was nicht bei jeder esotherischen Programmiersprache das erklärte Ziel ist…)

Brainfuck-Tutorials gibt es im Internet mehr als genug, aus diesem Grund will ich mich auch an dieser Stelle nur auf ein paar Beispiele beschränken. Wer sich wirklich ernsthaft mit BF beschäftigen will, dem empfehle ich die Links am Ende dieses Artikels. Brainfuck-Programme schreibt man am besten mit einem reinen Texteditor, es werden vom Interpreter ausschließlich die 8 Brainfuck-Befehle verarbeitet, alles andere wird als Kommentar im Quelltext ignoriert. Auch die Formatierung ist nicht relevant. Quelltext sollte als Plaintext mit der Endung “.b” gespeichert werden.

Zum besseren Verständnis vom Brainfuck und den Befehlen hier ein einfaches Beispiel. Wenn ein Programm von einem Interpreter ausgeführt wird sind zunächst alle Speicherstellen auf “0″ gesetzt und er Speicherpointer steht auf dem ersten Byte (unterstrichen):

|0| |0| |0| |0| …

Das denkbar einfachste Programm in Brainfuck besteht aus genau einem Zeichen:

+

Der Inhalt der Speicherzellen sieht dann folgendermaßen aus:

|1| |0| |0| |0| …

Eine Programm dieser Form

+++

führt demnach zu folgendem Ergebnis:

|3| |0| |0| |0| …

usw. usw.

Nun möchte man sicher auch mal eine andere Speicherstelle als die erste verändern. Das folgende Beispiel füllt die ersten 3 Speicherstellen mit den Werten “1″ “2″ und “3″

+>++>+++

|1| |2| |3| |0| …

Um nun ein Programm zu schreiben, welches ein bestimmtes ASCII-Zeichen ausgibt muss eine Speicherstelle mit dem dezimalen ASCII-Wert des Zeichens “gefüllt” werden. (Als Beispiel die Zahl “2″ entspricht in ASCII: DEC 050) Das Listing dazu sieht folgendermaßen aus:

>+++++[<++++++++++>-]<.

Dieses kurze Programm macht in Worten nichts anderes als: “Zähle 5 mal bis 10 und addiere die bei jedem Durchlauf.”

Der Ablauf im Detail in Worten sieht folgendermaßen aus (farblich hervorgehoben):

“Springe zur 2. Stelle, schreibe an diese Stelle den Wert “5″. Springe dann wieder zur ersten Stelle, schreibe dort den Wert 10. Spring wieder zur 2. Stelle und verringere den dort stehenden Wert um 1. Alles was in eckigen Klammern steht machst Du 5 Mal (So lange bis die 2. Speicherstelle 0 ist]. Springe dann wieder an die erste Speicherstelle und gib das ASCII-Zeichen zum Wert “50″ aus”

Einfache Probleme – einfach gelöst… (Oder komplizierter, je nach Sichtweise… *gg*)

Ich will an dieser Stelle auch nicht weiter auf Brainfuck eingehen, ich denke, dass etablierte Tutorials das besser können als ich. Wer sich eingehender damit beschäftigen möchte dem seien folgende Internetseiten zum Thema empfohlen:

http://neworder.box.sk/newsread.php?newsid=13065 Gutes Tutorial

http://de.wikipedia.org/wiki/Brainfuck Wiki-Eintrag zum Thema Brainfuck

http://de.wikipedia.org/wiki/Turingmaschine Was ist eine Turingmaschine?

Thema: Funstuff, Linux | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig

Review: GN Resound RealSound

Montag, 15. Oktober 2007 19:28

Durch meinen Beruf als Hörgeräteakustiker habe ich schon kurz nach Markeinführung sehr günstig die Möglichkeit gehabt, mir maßangefertigte Im-Ohr-Kopfhörer anfertigen zu lassen. Eine Technik, die bis vor einiger Zeit noch in Form von In-Ear-Monitoring hauptsächlich für den Bereich der Profi- und Semiprofi-Musiker vorbehalten war etabliert sich nun auch nach und nach im Amateurbereich. Dadurch liegt es auch nahe maßangefertigte Kopfhörer jenseits der Bühne und Veranstaltungstechnik zu nutzen, z.B. zum ganz “gewöhnlichen” Musikgenuss unterwegs. Die Im-Ohr-Technik vereint dabei folgende Vorteile:

  • Bester Tragekomfort: Es müssen keinerlei Kompromisse in Bezug auf die Passform in Kauf genommen werden. Bei vielen klassischen Im-Ohr-Hören für tragbare Abspielgeräte sind wenn überhaupt 2-3 verschiedene Aufsätze dabei, die für den durchschnittlichen Gehörgang genügend halt bieten (können). Bei einer auffälligen Gehörgangsanatomie kommt man mit diesen Produkten schnell an die Grenzen des Machbaren.
  • Akustisch ist ein komplett geschlossenes System den üblichen Einsteckhörern überlegen. Sowohl die Dämpfung der Nebengeräusche als auch die dadurch verbundene geringe Lautstärke, die benötigt wird um einen sauberen Klang genießen zu können und die Ohren schont sind Vorteile die auf der Hand liegen.
  • Maßangefertigte Köpfhörer unterstreichen natürlich auch die Individualität des Abspielgeräts und werten auch Gerät die nicht von einer bekannten Firma mit einem Apfel als Logo stammen teilweise akustisch erheblich auf.

Die Firma GN Resound, eigentlich bekannter für die Herstellung von Hörgeräten zielt mit eben diesem Produkt, dem “RealSound” auf den wachsenden Markt der portablen Abspielgeräte wie MP3-Player und Mobiltelefone. Die Anfertigung erfolgt in der Regel über einen Hörgeräteakustiker, da hierfür eine Abdrucknahme der Ohrmuschel und des äußeren Gehörgangs notwendig ist. Dies ist ein Vorgang, der auch bei der Anpassung von Hörgeräten üblich ist. Die Abdrücke werden anschließen an die Firma Gn Resound geschickt, die dann in ihrem Im-Ohr-Labor meist innerhalb von 7-10 Werktagen die RealSounds bauen.

Nun jedoch zu den eigentlichen Hörern. Der RealSound folgt im Prinzip den klassischen Aufbau eines In-Ear-Monitors, d.h. es wird eine IdO-Schale angefertigt, in die dann anstatt einer Hörgerätetechnik nur ein akustisch hochwertiger Hörer eingebaut wird. Die Zuführung des akustischen Signals erfolgt über ein normales Klinkenkabel. Zu den akustischen Eigenschaften der Hörer kann ich nur auf die Daten verweisen, die auf der Internetseite von GN Resound zu diesen Hören angegeben werden:

  • Frequenzgang 20-20.000 Hz
  • Empfindlichkeit 108 dB
  • Impedanz @ 1000 Hz: 43 Ohm
  • Nettogewicht: 14 Gramm

(Bild/Quelle: GN Hearing GmbH)

Im Lieferumfang befindet sich aktuell: Die eigentlichen Hörer mit ca 1,5 m langer Zuleitung (Dem Kabel der iPod-Hörer übrigens nicht unähnlich…) einer Bedienungsanleitung und einer Cerumenschlinge zur Reinigung.
Bis jetzt konnte ich geraden den Frequenzgang noch nicht bestätigen. Vielleicht werde ich die Hörer mal an eine Messbox hängen und schauen was dabei herauskommt. Das subjektive Klangempfinden ist jedoch überwältigend und braucht meiner Meinung nach keine messtechnische Verifizierung um zu beeindrucken, Die Hörer sind mit Abstand das beste was ich bis jetzt an Kopfhörern für den tragbaren Bereich gehört habe! Kristallklare Höhen und die überwältigend tiefen Bässe lassen zweifeln, dass es sich um einen winzigen Im-Ohr-Hörer handelt. Erklären lassen sich gerade die extrem beeindruckenden Bässe durch die komplett geschlossene Bauform. In Einzelfällen (Je nach gehörter Musik) kann es zu einer Überhöhung der tiefen Frequenzen kommen. Dieses Problem konnte ich jedoch sehr effektiv über die Klangregelung meines MP3-Players entgegen wirken.

Ich habe mir die Hörer damals auf ein vergünstigtes Einführungsangebot von GN Resound anfertigen lassen. Dies war nur wenige Wochen nach der Markeinführung. Ich bekam die Hörer damals noch ohne Bedienungsanleitung (Naja, eigentlich überflüssig…) und ohne eingebautes Cerumenschutzsystem. Erst einige Wochen später kündigte GN Resound ein Update an, dass auf Kulanz bei allen bisher bestehenden Systemen der Cerumenschutz nachgerüstet werden kann. Da ich aus Erfahung weiß, wie schnell ein Hörer durch Ohrenschmalz unbrauchbar gemacht werden kann, entschied ich mich für diese Nachrüstung. Da ich extrem schmale Gehörgänge habe und nur wenig Platz selbst für den verwendeten CeruStop von Widex war habe ich die Hörer vor einer Woche wieder auf die Variante ohne Cerumenschutzsystem umrüsten lassen. Ich hatte zudem beobachtet, dass sich aufgrund des knappen Platzangebots der Hörerschlauch im inneren der Schale gelöst hatte und es dadurch subjektiv zu einer deutlichen Verschlechterung der Tieftonübertragung kam. Aktuell werden die Hörer wohl standardmäßig mit Cerumenschutz ausgeliefert, bei einem engen Gehörgang, wie in meinem Fall würde ich aus oben genannten Gründen eher davon abraten.

Mein Fazit ist, dass GN Resound mit dem “RealSound” ein wirklich akustisch und technich wurklich hochwertiger Hörer gelungen ist. Der Tragekomfort ist wirklich einzigartig. Ich empfinde es unterwegs besonders angenehm, dass z.B. im Bus und in der Bahn die Nebengeräusche sehr stark gedämpft werden und damit sehr ohrenschonende Lautstärkepegel möglich sind. Die Anfertigung erfolgt wie eingangs erwähnt bei einem Hörgeräteakustiker, der empfohlene Verkaufspreis sollte zwischen 230 – 250 € liegen.

Zum Abschluss noch ein Tip zur Aufbewahrung: Ich Empfehle bei täglicher Nutzung uber Nacht die Lagerung der Hörer in einer Trockendose samt Trockenkapsel (Gibt’s beim Hörgeräteakustiker.) um Feuchtigkeitsschäden (Durch Kondenswasser und Schweiß) vorzubeugen.

Weiterführende Infos:

GN Resound: http://www.gnresound.de/produkte/realsound_by_resound.htm

Produktdatenblatt: http://www.gnresound.de/realsound_flyer_2.pdf

(Bild/Quelle: GN Hearing GmbH)
(Quelle für die Fotos ist: GN Hearig GmbH – Die Verwendung der Biler in diesem Blogeintrag erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung der GN Hearing GmbH. Vielen Dank für die Bereitstellung des Bildmaterials)

Thema: Hörgeräteakustik | Kommentare (3) | Autor: Nicolas Dorwig

Howto: Apache2+PHP als MediaServer für die PSP

Sonntag, 14. Oktober 2007 13:38

Ich besitze eine Sony PSP und bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Möglichkeit Musik auf die PSP im lokalen WLAN zu streamen. Bis jetzt kannte ich nur einige Ansätze, die iTunes als Musikdatenbank nutzen und die Musikdatenbank dann per RSS-Feed anbieten (Die Unterstütung für RSS ist mit der PSP seit der Firmware 2.7 möglich). Wenn man allerdings einen Windows-freien PC unter seinem Schreibtisch stehen hat ist das ganze schon nicht mehr so einfach. Zudem ist man bei diesen Lösungsansätzen meist auch damit beschäftigt eigene XML-Dateien für die Feeds zu erstellen.

Aus diesem Grund habe ich mich nach einer Alternative umgeschaut und nach ein wenig googeln bin ich über das Projekt DCLXVI’s PSP_RSS [1] (Aktuelle Version 1.0p) gestoßen. Es handelt sich um ein PHP-Script, dass die lokale Medien-Bibliothek über einen Apache im Netz verfügbar macht. Die einzelnen Alben werden dabei als getrennte RSS-Feeds behandelt. Um die Musik dann auf die PSP zu streamen wird einfach das PHP-Script über den Webbrowser der PSP aufgerufen, das gewünschte Album ausgewählt und als RSS-Feed aboniert und anschließend aufgerufen. Das ganze hat out-of-the-box so einwandfrei funktioniert, dass ich die Installation hier kurz erläutern möchte.

Seit langer Zeit schon wird eine neue Version 2.0 auf der Homepage des Projekts angekündigt, die einen Flashplayer als Wiedergabefunktion nutzt. Somit würde das einrichten eines RSS-Feeds für jedes einzelne Album entfallen. Die letzte Ankündigung dieser neuen Version ist jedoch schon fast 1 Jahr her. Ich denke, dass das Projekt tot ist. Ein Preview davon ist (Bitte mit der PSP aufrufen!) unter “http://www.dclxvi.nl/psp_rss/demo” zu finden

Zunächst ist ein laufender Apache(2) mit PHP-Unterstützung notwendig. Es gibt mehr als genug Quellen im Netz, die beschreiben, wie man einen Apache mit PHP aufsetzt, daher hier am Beispiel von Ubuntu (oder anderen Linux-Distros, die apt nutzen) nur die wichtigsten Schritte:

sudo apt-get install apache2

sudo apt-get install libapache2-mod-php5

sudo a2enmod php5

Wenn man nun in einem Browser “http://localhost” eingibt sollte eigentlich die default-page von apache2 angezeigt werden (Üblicherweise eine simple Meldung “It works!”) Wenn man in das document_root von Apache gelangt sollte die Serverrückmeldung ähnlich ausssehen wie Folgendes:

” Apache/2.2.3 (Ubuntu) PHP/5.2.1 Server at localhost Port 80″

Nun laden wir uns unter [2] das Ziparchiv mit den Scripten für PSP_RSS runter. Das Archiv wird dann entpackt. Ich habe jetzt folgendes gemacht: Ich habe im document_root von Apache (/var/www) ein Verzeichnis “music” erstellt dort hin habe ich dann den Inhalt des Ziparchivs kopiert. Danach mit

sudo chmod 755 /var/www/music -R

sudo chown www-data /var/www/music -R

sudo chgrp www-data /var/www/music -R

Die Rechte so geändert, dass der Nutzer unter dem der Apache läuft auch Zugriff auf die Dateien hat.

Das Archiv kommt “von Werk aus” mit einigen Beispieldateien die im Unterverzeichnis “album_name” liegen. Dieses Verzeichnis habe ich jetzt gelöscht und durch einen Symlink auf meine Medien-Bibliothek ersetzt:

sudo ln -s /home/nicolas/ /var/www/music/sammlung

Nun kann man die Mediendatenbank von der PSP aus folgenermaßen errreichen. Über den Browser eingeben:

http://ip_des_medienservers/music

Es sollte die Startseite von PSP_RSS erscheinen:

Der Startbildschrim von PSP_RSS

Über dem Button “BROWSE” kann man nun die einzelnen Alben durchsuchen. Wenn innerhalb eines Albums (Also dem lokalen Unterordner auf der Festplatte) ein JPEG als Cover hinterlegt ist wird dieses auch angezeigt,

Der Inhalt eines Albums

Einzelne Songs kann man nun direkt anklicken und dann auf die PSP herunterladen. Um Musik anzuhören kann man durch einen Klick auf “RSS2.0″ einen neuen Feed hinzufügen.

Feed wird hinzugefügt.

Die einzelnen Alben können jetzt als Feed im PSP-Menu aufgerufen werden und werden dann übers WLAN gestreamt.

Probleme hat es bei mir bis jetzt nur in der Form gegeben, dass RSS nicht mit Leerstellen im Dateinamen der Songs und Unterverzeichnisse zurechtkommt. Das Script könnte dieses Problem beheben, wenn es Schreibzugriff auf die Dateien hat. Ich habe das Problem vorübergehend gelöst, indem ich ein chmod 777 auf meine gesamte Musiksammlung durchgeführt habe. (Leider keine sonderlich elegante Lösung) Ich denke, dass man das ganze noch etwas schöner lösen könnte, wenn man das Apache2-Modul “libapache2-mod-suphp” (PHP-Scripte werden dann mit den Rechten ihres Besitzers ausgeführt) nutzt und die Dateien von PHP_RSS innerhalb des Homeverzeichnisses hostet “innerhalb von “public_html” wenn das Modul “userdir” aktivert ist.

[1] http://www.dclxvi.nl/psp_rss/

[2] http://www.dclxvi.nl/psp_rss/oldversion.asp

Thema: Linux | Kommentare (0) | Autor: Nicolas Dorwig

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